Tag 19 … Auf der Atlantikstraße

Heute war ich zuerst wach und hatte den Fjord ein paar Momente „für mich“. 😉

Doch ehe wir wirklich abfahrbereit waren, verging noch einige Zeit. Vor 12 kommen wir selten wirklich los.

Schließlich verlassen wir Aresvika über die Insel Tustna nach Tømmersvåg, wo wir mit der Fähre nach Kristiansund übersetzen. 23 Minuten Fahrt – 52 Euro.

In Kristiansund weisen schon die Schilder zur Atlantikstraße. Doch zuerst verschluckt uns die Dunkelheit.

Darauf war ich nicht vorbereitet. 😉 Ein 5 Kilometer langer Tunnel mit 10% Gefälle unter dem Meer hindurch auf die nächste Insel.

Insgesamt führt die Atlantikstraße über 8 Brücken und ist als Straßenabschnitt nur knapp 9 Kilometer lang.

Ruck zuck war alles vorbei, aber sehr imposant! Lohnenswert, wenn man gerade hier oben ist und das Wetter mitspielt.

Nun geht es weiter nach Molde, denn wir wollen noch eine Fährüberfahrt „erledigen“, um morgen direkt zum Geiranger-Fjord starten zu können.

Die Landschaft versetzt uns immer wieder in Staunen.

Mittendrin erspähen wir einen Wohnmobil-Händler. Sehr praktisch. Heute morgen wollte ich unsere Tiefkühlbrötchen ausfrosten… Es machte nur knack und dann klack-klack beim Versuch die Tür des Gefrierfaches zu öffnen.

Leider konnte uns der (deutsche) Mechaniker nur bestätigen, was Ronny schon vermutete: Die blöde Plastikhebel-Technik ist irgendwo innen gebrochen und ohne Ausbau der kompletten Kühl-, Gefrier-und Ofenkombi kann man da nichts machen.

Bloß gut, dass das ganze Hundefutter hinten in der Engel-Box lagert. Einzig Tim ist traurig, da er jetzt auf „seine geliebten Nuggets“ verzichten muss.

Wir nähern uns der Fähre. Und dem Gebirge. Norwegische Campingplätze sehen auch gern mal so aus:

Aber alle voll. Uns ist das ein Rätsel. Wir sind komisch.

Immerhin kommen wir genau passend an: In 5 Minuten startet die Nächste Fähre.

Jetzt fällt allerdings auf, dass wir von unserer E39 abgekommen und der 64 gefolgt sind. Das ist zwar eine ganz andere Fähre, aber nach Åndalsnes kommen wir so auch.

Willkommen im Romsdalsfjord.

Während wir schon Ausschau nach einem Nachtlager halten, sehen wir auf der anderes Fjordseite von Åndalsnes ein riesiges Schiff ablegen. Die Arktica.

Ronnys Wild-Camp-App lotst uns bei Isfjorden in die Höhe.

Leider konnten wir dort nicht stehen bleiben, da dies eine Schafweide war. Aber ein paar Meter weiter gibt es vom örtlichen Schützenverein einen Gemeinschaftsgrillplatz.

Hier haben sich auch schon zwei Vespa-Fahrer niedergelassen. Wir kommen mit dem Pärchen ins Gespräch. Sie sind seit über einem Jahr unterwegs – mit ihrer Vespa von Sydney bis hierher. Sehr schön, mal wieder australisches Englisch zu hören! 😉

Mit einem kleinen Barbecue endet dieser Tag. Einzig Teo jammert, da er wieder an der Leine sitzen muss. Vorhin war er schon von einer freilaufenden Schaffamilie umzingelt. Mit nicht angeleinten Hunden kann man es sich in Norwegen echt verscherzen.

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