Tag 14 … So langsam läuft’s

Mitten in der Nacht schlug das Wetter um. Wind und Regen. Im normalen Tonfall haben Ronny und ich uns gar nicht mehr verstanden, so laut wurde es in der Bertha.

Um uns begannen sich kleine Seen zu bilden. Wie gut, dass wir etwas erhöht geparkt hatten. Immerhin konnten wir jetzt durchlüften, weil keine nervigen Flugsubjekte unterwegs waren.

Pünktlich zum Tagesstart zeigte sich das Stekkenjokk von seiner sonnigen Seite.

Na, dann kann es losgehen! 🙂

Wir gelangen nach Lappland.

Eigentlich wollte Ronny auf dem Hochplateau (ca. 900 – 1300 müNN) wandern gehen. Ausgangspunkt für Mountainbike-Touren sollte es auch sein. Zumindest laut Broschüre der Touristeninformation.

Tatsächlich aber muss man sich seine Unternehmungen ziemlich selbständig erschließen. Nirgendwo haben wir eine entsprechende Infotafel oder Beschilderung gefunden.

Unterwegs mit Kindern und nicht wissen, wie weit eine Tour ist, wie anspruchsvoll etc. ist einfach blöd. Und für querfeldein ist das Gelände mit seinen Wetterkapriolen zu unberechenbar.

Also schalten wir auf Touristenbus-Modus, fahren staunend weiter und spekulieren, was wir als junges, unabhängiges Pärchen kinderlos und unschwanger hier alles unternehmen würden. 😀

Dem Nachwuchs die Schönheit der Landschaft nahe zu bringen, haben wir heute final aufgegeben. Für sie ist es das Größte, während der Fahrt hinten in den Betten zu liegen, Tablet zu spielen, Filme zu schauen und heimlich Schokolade zu essen. Witzig, dass sie denken, wir merken das nicht. 😀 Vor allem das übrig gebliebene Papier spricht Bände… Aber wenn man sie fragt, woher es kommt: „Das weiß ich nicht, das lag schon da, bestimmt von gestern…!“ :D:D

Bäume zieren wieder das Landschaftsbild. Wir verlieren an Höhe.

Wir biegen ab und wollen zu einem kleinen Wandergebiet. Ich freue mich auf ein paar ruhige Stunden, Ronny will unbedingt in die Natur eintauchen. Egal, wie stechviehreich die sein mag.

Der Anfang (45min) läuft, dann taucht Ben in die Natur ein, komplett mit Schuhen und Hose – pitschenass. Timmi findet das praktisch, er habe eh keine Lust mehr zu laufen. Ronny könnte in den nächsten Baum beißen.

Alle machen kehrt und verdrängen meine Stille. Ronny direkt mit Laune. Nach einem späten Mittagessen geht es weiter. Die Landschaft glättet die Wogen. 😉

Wir nähern uns Saxnäs. Unterwegs ein schöner Stop am Fluss.

In Saxnäs ist alles wieder fein zivilisiert. Jeder Vorgartenrasen diszipliniert rasiert.

Wir steuern einen Campingplatz der Marsfjäll Mountain Lodge an, fahren aber beim Anblick der strengen Parzellierung gehobener Klientel, was sich vor allem im Übernachtungspreis widerspiegelt, direkt weiter.

Gleich hinterm Ortsausgang sehen wir Leute beim Fliegenfischen. Ronny lässt es sich erklären und versucht mit Bens Angel auf seine Weise erfolgreich zu sein.

Wir fahren noch ein Stück weiter und halten Ausschau nach einem Lager für die Nacht. Der Fluss reizt uns sehr.

Tatsächlich finden wir ein paar Kilometer weiter eine schöne Stelle.

Ronny dreht mit Teo noch eine kleine Abendrunde und folgt dem Schild „Fiskestig“. Endlich kommt er zu seiner langersehnten Wanderung. 😉

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